Fahrzeuge des RKSH

Katastrophenschutz Dodge

Der RKSH unterhält zur Zeit 3 Rettungswagen in Emden - davon einen mit Erdgas-Antrieb - und zwei allradbetriebene Katastrophenschutzfahrzeuge für Großschadensereignisse. Für den Katastrophenfall hält der RKSH außerdem ein Fahrzeug vor, das zur Einsatzleitung eingesetzt werden kann, und das den Emder Hausärzten - bei Bedarf voll ausgestattet - für den Notdienst bereit gestellt wird. Für den Menü-Service wird ein weiteres Fahrzeug unterhalten: in Emden und der Krummhörn wird den Kunden "Essen auf Rädern" angeboten.

Rettungswagen

Der Rettungswagen (RTW) ist ein speziell ausgestattetes Fahrzeug für die Versorgung und den Transport von Notfallpatienten. Die Besatzung besteht aus mindestens einem Rettungsassistenten und einem Rettungs-sanitäter. Ergänzt werden sie gegebenenfalls durch einen Notarzt, der mittels eines Notarzt-Einsatzfahrzeugs (NEF) zum Einsatzort gebracht wird.

Die Rettungswagen des RKSH entsprechen alle mindestens den Anforderungen nach DIN EN 1789 Typ C (Mobile Intensive Care Unit). In Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst DRK/Stadt Emden und dem Sonderfahrzeug-hersteller WAS wurde eigens ein Kofferaufbau entwickelt, der auf die optimale Versorgung von Notfallpatienten zugeschnitten ist. Zusätzlich wurden die Rettungswagen auf den Katastrophenschutzplan der Stadt Emden abgestimmt und führen zusätzliches Material für etwaige Großschadensfälle mit. Die identische Ausstattung aller Rettungswagen in Emden ermöglicht es den Rettungsdienstlern des RKSH und des Rettungsdienstes DRK/Stadt Emden, sich in jedem Fahrzeug zurecht zu finden - im Katastrophenfall erspart dies wichtige und lebensrettende Zeit!

Als Basis-Fahrzeug ("Fahrgestell") kommt bei den RKSH Rettungswagen der IVECO Daily (mitt-lerweile in der dritten Generation) zum Einsatz. Die beiden 2012 zugelassenen Fahrzeuge werden von einem 3,0l Diesel-Aggegat mit 125kW angetrieben. Daneben werden drei Rettungswagen mit Ergas CNG betrieben: sie alle verfügen über einen 3,0l Motor mit 100kW Leistung und wurden 2008 und 2011 zugelassen.

Die Kofferaufbauten der RKSH Rettungswagen wurden von der Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) gebaut. Nach Abschreibung und Verschleiß der Fahrgestelle (nach max. 200.000km oder 5 Jahren) können die Kofferaufbauten auf ein neues Fahrzeug umgesetzt werden. Dies garantiert stets eine moderne Fahrzeugflotte mit geringeren Kosten, als bei vergleichbaren Modellen mit sogenannten "Kastenaufbauten". Die Kofferaufbauten werden regelmäßig gewartet und gepflegt und erfüllen die hohen Ansprüche der modernen Notfallmedizin.

Die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge des RKSH geht über die gültigen Normen hinaus. Zum Beispiel wurden als Ergänzung zur Schaufeltrage und Vakuummatratze für alle Fahrzeuge Spineboards angeschafft. Im Großschadensfall (MANV) können mit jedem Rettungswagen (dank 2 zusätzlicher DIN-Krankentragen und 2 Spineboards) 5 Behandlungsplätze zur Erstversorung eingerichtet werden. Die Ausstattung mit Infusionen, Verbandmaterial u.A. ist in allen Rettungswagen des RKSH und in denen des Rettungsdienstes DRK/Stadt Emden identisch und in ausreichender Menge vorhanden. In einer Arbeitsgruppe wird zusammen mit dem Rettungsdienst DRK/Stadt Emden über neues Material beraten und angeschafft. Aktuell befinden sich Tablet-Computer für die digitale Einsatzprotokollierung in der Anschaffung.

Wie sieht ein Rettungswagen von innen eigentlich aus? Viele Menschen, die zum ersten Mal einen Rettungswagen von innen sehen, sind überrascht: der Rettungsdienst hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt - ein RTW gleicht mittlerweile fast einer mobilen Intensivstation. Für einen kleinen Einblick in einen Rettungswagen des RKSH haben wir für Sie eine Bildergalerie zusammengestellt.

Bildergalerie (klicken Sie auf das Bild)

Bildergalerie

Katastrophenschutzfahrzeuge

Der RKSH hält zwei allradbetriebene Krankentransportwagen vor, die im Großschadensfall eingesetzt werden: einen Ford F350 und einen Dodge W200, die jeweils 4 Patienten gleichzeitig transportieren können. Die beiden Fahrzeuge sind in der Region einmalig und kommen dort zum Einsatz, wo "normale" Rettungswagen nicht mehr weiterkommen - zum Beispiel abseits befestigter Straßen und Wege.

RKSH Katastrophenschutzfahrzeug RD EMD 78/94-1

Der Ford F350 hat einen 7,3l Dieselmotor mit acht Zylindern und 180PS. Über ein manuelles Zwischengetriebe kann zwischen Straßen- und Allradübersetzung gewählt werden. Bei einer Länge von fast 7m, einer Breite von 2,50m und einem Gewicht von 5,6t, sowie der großen Bodenfreiheit und einem großen Radstand lässt sich der Ford problemlos über Hügel bzw. Deiche und durch Senken steuern. 

Der Kofferaufbau wurde von "Wheeled Coach" in Orlando, Florida gefertigt und basiert auf dem Standard amerikanischer Rettungswagen. Die Ausstattung entspricht im Wesentlichen der eines RKSH-Rettungswagen. Darüber hinaus wird Material vorgehalten, um im Katastrophenfall bis zu 10 Patienten versorgen zu können. Dazu gehören neben ausreichend Verbands- und Schienungsmaterial, ebenso Spine-Boards und Falttragen oder Werkzeug zur technischen Rettung. Es können bis zu 4 Patienten gleichzeitig transportiert werden.

RKSH Katastrophenschutzfahrzeug RD EMD 78/94-1

In außergewöhnlichen Wetterlagen (beispielsweise im Winter durch extreme Schneeverwehungen) soll und kann der Ford als Rettungswagen eingesetzt werden. Dazu werden u.A. EKG-Monitor, Beatmungseinheit und -rucksack sowie Kreislauf-, Trauma- und Kindernotfallkoffer in dafür vorgesehenen Halterungen platziert. Damit wird eine (invasive) Notfallversorgung nach modernen Standards garantiert.

Für weitere Informationen schauen Sie sich das Informationsvideo an.

RKSH Katastrophenschutzfahrzeug RD EMD 78/94-2

Der Dodge W200 wird im Großschadensfall eingesetzt und kann 4 Patienten gleichzeitig transportieren. Dank Achssperre und Geländeübersetzung ist er vielseitig und auch in schwierigem Gelände einsetzbar. Er wird mit einem Chrysler V8-Ottomotor betrieben und hat eine Leistung von 107kW. Erstmalig zugelassen wurde er 1976 von der US Army.

Einsatzleitfahrzeug / Mannschaftstransportwagen

Ein mit Funk und Sondersignalanlage ausgestatteter Opel Zafira dient dem RKSH im Großschadensfall als Transportfahrzeug und zur flexiblen Einsatzleitung. Der RKSH stellt dieses Fahrzeug außerdem den Hausärzten im Rahmen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zur Verfügung: voll ausgestattet mit mobilem Notfallequipement. Außerdem stellt der RKSH einen medizinisch und organisatorisch geschulten Fahrer zur Verfügung. Das 2008 zugelassene Fahrzeug wird umweltfreundlich mit Erdgas betrieben.

Menü-Service / Essen auf Rädern

Für die Kunden im Bereich Menü-Service hält der RKSH ein Fahrzeug vor. Aktuell handelt es sich hierbei um einen Fiat Panda, angeschafft im Jahr 2011. Erdgasbetrieben und damit umweltfreundlich bringt er unseren Kunden "Essen auf Rädern" nach Hause. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.